Diamond Head, Dschungel und Malasadas
Früh rauf auf den Diamond Head, dann mit dem Mustang einmal quer über die Insel – Lookouts, Hühner, Dschungelstraßen und zum Schluss Malasadas.

Der erste ganze Tag auf Hawaii, und der Jetlag hat ausnahmsweise mal geholfen: Um halb sieben stand ich schon oben am Diamond Head, die Sonne noch ganz tief über der Küste. Unter mir Waikiki, hinter mir ein paar Wolken, die ihren Job sehr ernst genommen haben.
Danach ging's mit dem Mustang einmal quer über die Insel – Aussichtspunkte, Dschungelstraßen, ein Wasserfall – und zum Schluss gab's die verdiente Belohnung.
Erst mal den Valet wecken
Tag 4 startet wieder ganz schön früh – Jetlag sei Dank. Das war aber kein Problem. Wenn’s überhaupt eins gab, dann die Frage, ob die Jungs vom Valet-Service schon wach sind. Natürlich arbeiten die rund um die Uhr, aber mitten in der Nacht rechnet halt keiner damit, dass jemand sein Auto will. Also vorher anrufen – und dann hat’s trotzdem ein bisschen länger gedauert als gedacht. Weil ich aber schon um halb fünf auf war, stand ich pünktlich um halb sechs auf der Straße.
Sonnenaufgang mit V8
Für den Diamond Head hatte ich ein Permit für den Slot von sechs bis acht Uhr – leider der früheste, den es gibt. Ich wär nämlich gern noch früher rauf, um oben den Sonnenaufgang zu erleben. Also hab ich mir den Sonnenaufgang eben vom Auto aus angeschaut: mit meinem nagelneuen Mustang vorne an der Küste entlang, ganz in Ruhe. Nicht der kürzeste Weg, aber an diesem Morgen mit Sicherheit der schönste.

Rauf auf den Diamond Head
Pünktlich um sechs am Parkplatz am Visitor Center im Krater angekommen, bin ich auch gleich los. Und man hat’s schon gesehen: Das wird eine Massenwanderung. Kein Wunder – hin und zurück sind’s keine drei Kilometer und nicht mal 100 Höhenmeter, das schafft wirklich jeder. Auch wenn’s unterwegs sogar durch einen langen Tunnel geht.
Ich hab mir trotzdem eine kleine Schwierigkeit eingebaut und beim Aufstieg die Abkürzung über die steilen Treppen genommen. Da waren tatsächlich gar nicht so viele Leute unterwegs.


Ganz im Gegensatz zum Gipfel – da ist’s nämlich richtig zugegangen. Zu einer Plattform ganz oben führt noch eine kleine Treppe, und da musste man tatsächlich anstehen. Aber auch ohne die Plattform gab’s genug schöne Aussichten und genug Platz für ein paar Fotos.
Trotz Massenwanderung muss man ganz klar sagen: Das ist ein Muss. Es ist einfach so geil, vom Diamond Head runter auf Waikiki zu schauen – und genauso in die andere Richtung, über den Krater hinweg Richtung Küste. Meine Runde mit allen Daten gibt’s übrigens auf Komoot.

Und auch wenn ich den Sonnenaufgang oben nicht mehr erwischt hab: Die Sonne war an dem Morgen zu schönen Dingen aufgelegt.



Runter bin ich dann nicht mehr die Abkürzung, sondern den normalen Weg – damit ich auch alles mal gesehen hab. Da gab’s noch ein, zwei schöne Aussichtspunkte, und so war ich schon gegen halb acht wieder am Auto. Und der Weg raus aus dem Krater führt natürlich wieder durch einen Tunnel. Einen Tunnel. Mit einem V8.
Hanauma Bay – nur von oben
Nächstes Ziel: die Hanauma Bay, ein sehr bekannter Schnorchelspot mit Strand. Weil’s da gern mal ziemlich überlaufen ist, hatte ich mir vorgenommen, nur schnell von oben runterzuschauen und ein paar Fotos zu machen. In der Früh war zwar noch nicht so viel los – aber wär ich länger geblieben, hätte sich das garantiert schnell geändert. Ich glaub, das war eine ganz gute Entscheidung. Gesehen hat man sie trotzdem.


Gleich danach ging’s weiter zum Hālona Blowhole. Ganz ehrlich: So spannend war das nicht. Aber kurz stehen bleiben und runterschauen hat auch nicht geschadet.
Kakteen im Koko Crater
Danach bin ich zum Botanischen Garten im Koko Crater. Das hab ich eher spontan entschieden, nachdem ich die Wanderung zufällig auf Komoot gefunden hatte. Am Ende muss man sagen: Hätte man jetzt nicht machen müssen. Es ist ganz nett, aber im Vergleich zu dem, was man sonst so auf Hawaii sehen kann, nicht unbedingt ein Muss. Den kurzen Loop bin ich trotzdem gegangen – und ein paar ziemlich beeindruckende Kakteen gab’s immerhin.


Lookouts am Pali Highway
Weiter ging’s einmal außen rum über Kailua bis auf den Pali Highway, wo ich ein paar schöne Lookouts anfahren wollte. Der erste war der Pali Highway Scenic Lookout. Dort konnte ich zumindest ein paar schöne Fotos vom Auto machen – und der Blick Richtung Kailua war auch recht schön.

Der zweite war dann der Nuʻuanu Pali Lookout, einer der bekanntesten Ausblicke der Insel. Um hinzukommen, muss man ein Stück abseits der Hauptstraße fahren – schlechte Straße, alles ein bisschen zugewachsen. Gelohnt hat sich’s trotzdem: Der Blick runter auf Kailua war wirklich schön.



Planänderung, Palast und Hühner
Als Nächstes wollte ich eigentlich zu den Lulumahu Falls wandern. Die hatte ich ganz allein durch Zufall entdeckt, einfach beim Schauen auf die Karte – vorgeschlagen bekommt man die selten. Meine Hoffnung: Da ist nicht so viel los, und vielleicht kann ich sogar meine Drohne fliegen lassen. Als ich am Parkplatz ankam, war der aber komplett überfüllt. Also hab ich’s kurzerhand sein lassen.
Stattdessen ging’s weiter zum Queen Emma Summer Palace. Und dort hab ich – wie schon am Parkplatz vom Pali Lookout – vor allem eins getroffen: Hühner. Sehr viele Hühner.


Punchbowl
Mein nächster Halt war der Punchbowl Crater mit dem National Memorial Cemetery of the Pacific. Erst hab ich am Honolulu Memorial mit der Lady Columbia angehalten, dann ein Stück weiter am Punchbowl Lookout. Mit gerade mal fünf Minuten zu Fuß hat man von dort einen echt schönen Blick auf Waikiki.



Durch den Dschungel: Round Top Drive
Weil’s noch recht früh war und ich sogar vor meinem Plan lag, hab ich natürlich auch die restlichen Ziele noch mitgenommen. Als Nächstes den Round Top Drive mit dem Puʻu ʻUalakaʻa State Park. Da ist es einfach wunderschön zum Fahren – wie mitten im Dschungel. Und ein paar schöne Ausblicke gibt’s obendrauf.

Die beste Aussicht hat man übrigens im Puʻu ʻUalakaʻa State Park. Der kostet zwar Eintritt, ich meine um die 10 Dollar, dafür fährt man direkt bis zum Parkplatz und hat dort einen tollen Blick über Honolulu bis zum Diamond Head. Wandern könnte man dort auch, aber die Aussicht ist eigentlich das Schönste.

Mānoa Falls
Zu guter Letzt bin ich noch zu den Mānoa Falls gefahren. Eine kurze Wanderung durch den Regenwald – gut drei Kilometer hin und zurück und nur rund 150 Höhenmeter – und am Ende ein schöner Blick auf den Wasserfall. Die kann ich durchaus empfehlen, weil sie auch für Familien recht einfach ist – alle Daten gibt’s auf Komoot. Dementsprechend viel war am Parkplatz aber auch los.


Tadaaa: Malasadas
Nach dem ganzen Tag mit so vielen Zielen wollte ich dann aber auch endlich mal was Gescheites essen. Ein bisschen Proviant hatte ich zwar dabei, aber es geht halt nichts über ein bisschen einheimische Kost. Und die heißt natürlich: Tadaaa – Leonard’s Bakery!

Gleich am ersten ganzen Tag auf Oʻahu also meine ersten Malasadas. Tatsächlich so viele, dass es mir danach erst mal gereicht hat – aber die waren einfach sooo gut. Weil ich nicht mehr warten konnte, hab ich die Hälfte schon auf der Rückfahrt verdrückt und die andere Hälfte dann im Zimmer.
Der restliche Tag ist gemütlich ausgeklungen: noch ein Stündchen an den Pool hauen, zu Abend essen und ab ins Bett. Am nächsten Tag stand nämlich wieder einiges auf dem Programm.